Der Frankenscharrn-Stollen

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Der Frankenscharrn-Stollen ist ein alter Wasserlösungsstollen im Oberharz. Er diente der Entwässerung der Erzgruben des Zellerfelder Reviers. Sein Mundloch befindet sich im Zellerfelder Tal. Bereits im Jahre 1548 begannen die Arbeiten an diesem Stollen.

In der ersten Ausbaustufe erfolgte der Vortrieb des Frankenscharrn-Stollen bis zur Grube "Rheinischer Wein" bei Zellerfeld. Für die bis dorthin in den Fels geschlagenen 2500 Stollenmeter benötigten die Bergleute 14 Jahre. Auf dieser Strecke brachten sie 11 Lichtlöcher aus, von denen der Frankenscharrn-Stollen jeweils in beide Richtungen vorangetrieben wurde. Da alle Arbeiten nur mit Schlägel und Eisen durchgeführt wurden, betrug die durchschnittliche Arbeitsleistung pro Mann und Tag lediglich ca. zwei Zentimeter.

Jenseits des Bergwerks "Rheinischer Wein" wurde der Frankenscharrn-Stollen nach dem Jahre 1562 innerhalb des Zellerfelder Zuges in Richtung Osten verlängert. Später erfolgte sogar eine Erweiterung bis zum Ende des Burgstätter Zuges. In 73 Meter Tiefe traf der Frankenscharrn-Stollen dort auf die Grube Caroline. Im Verlauf dieser Tätigkeit konnten reiche Lagerstätten im Bereich der Gruben Dorothea und Caroline entdeckt werden. Mit dem Ende des Stollenausbaus hatte der Frankenscharrn-Stollen eine Gesamtlänge von rund 8500 Meter erreicht.

Da der Frankenscharrn-Stollen relativ hoch lag, mußten schon bald tiefer gelegene Wasserlösungsstollen gebaut werden, um die sich immer weiter in das Gebirge hineinfressenden Bergwerke effektiver entwässern zu können.

 


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Weitere Informationen:
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