Die Grube Caroline

Die Grube "Caroline" lag westlich des Oberen Pfauenteiches und war zusammen mit der benachbarten Grube "Dorothea" die ertragreichste des Burgstätter Zuges. Der erste Erzabbau in der "Caroline" erfolgte im Jahre 1713. Bereits zwei Jahre darauf erreichte sie die Gewinnzone, d.h., sie befand sich "in Ausbeute". Da die Erzgrube sehr hoch lag, konnte ihr Energiebedarf zunächst nur zum Teil durch Wasserkraft gedeckt werden. Aus diesem Grund kamen in der frühen Phase des Erzabbaus in der Grube Caroline Pferdegöpel zum Einsatz.

Um den Wassermangel zu beheben, wurden von den Bergleuten große Anstrengungen unternommen, welche im Bau zahlreicher komplexer wasserwirtschaftlicher Anlagen gipfelten. Es würde zu weit führen, diese hier vollständig zu benennen - es sei daher lediglich auf das Wasserverbundsystem "Oberharzer Wasserregal" verwiesen, in welchem sie alle vereint sind.

Schon im Jahre 1720 konnten in der Grube Caroline pro Woche rund 90 Tonnen silberhaltiges Erz abgebaut werden. Diese Förderleistung steigerte sich weiter bis zum Ende des 18. Jahrhunderts. Im Jahre 1821 hatte die Grube eine Tiefe von 488 Meter erreicht, welche auch die Endtiefe darstellen sollte. Der Gewinn des Silberbergwerkes nahm nun von Jahr zu Jahr immer deutlicher ab. Die letzte Ausbeutezahlung erfolgte 1829. Dennoch dauerte es noch weitere 37 Jahre bis zur endgültigen Einstellung des Erzabbaus.

Oberirdisch ist von der Grube Caroline heute nichts mehr zu sehen. Die zum Zweck der Energieversorgung für dieses und die anderen Bergwerke des Burgstätter Zuges angelegten Stauteiche, Wasserstollen und - gräben beherrschen aber bis in unsere Tage hinein das Landschaftsbild östlich von Clausthal-Zellerfeld.

weitere Informationen:
Das Oberharzer Wasserregal | Der Burgstätter Zug | Clausthal-Zellerfeld | Alte Bergbauteiche in und um Clausthal-Zellerfeld | Der Tiefe Georg-Stollen | Erläuterung von Begriffen rund um den Harzer Bergbau



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