Der Rieschengraben

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Der Rieschengraben
Der Rieschengraben nahe der Kilianstalsperre
Der Rieschengraben ist ein alter, vermutlich Ende des 16. bzw. zu Beginn des 17. Jahrhunderts für Bergbauzwecke angelegter Wassergraben. Er zählt zu den ältesten wasserwirtschaftlichen Bauwerken im Rödelbachtal bei Straßberg. Eine erste urkundliche Erwähnung des Grabens stammt bereits aus dem Jahre 1610, damals noch unter dem Namen "Oberer Rödelbachgraben".

Sein Wasser erhielt der Rieschengraben aus dem untersten Kiliansteich, welcher wahrscheinlich zum gleichen Zeitpunkt entstand. Dieses Wasser gelangte über den Graben zu den Kunsträdern der Straßberger Bergwerke. Der Rieschengraben erfüllte diese Aufgabe zuverlässig bis zum Niedergang des Bergbaus im Jahre 1876. In der Folgezeit erlebte er eine weitere Nutzung als Transportweg von Trink- und Gebrauchswasser für Straßberg.

Der Wassergraben gehört zum technischen Denkmal "Unterharzer Teich- und Grabensystem". Er ist auch nach mehr als vier Jahrhunderten heute noch immer funktionstüchtig. Um diesen Zustand auch für die Zukunft zu bewahren, erhält der Rieschengraben aus der Kilianstalsperre eine stetige Wasserzufuhr von 4 Litern pro Sekunde.

Wenn Sie vom Kiliansteich durch das Rödelbachtal zum Frankenteich wandern, treffen Sie auch auf diesen gut erhaltenen Wassergraben aus einer längst vergangenen Bergbauepoche.

 


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Weitere Informationen:
Straßberg | Erläuterung von Begriffen rund um den Harzer Bergbau

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