Der Frankenteich

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Der Frankenteich bei Straßberg im Harz
Blick in Richtung Westen auf den nördlichen Arm des Frankenteiches
Der Frankenteich ist ein im Jahre 1724 angelegter ehemaliger Bergbauteich südwestlich von Straßberg. Einst versorgte er die Wasserräder der Gruben des Straßberg-Neudorfer Gangzuges mit dem nötigen Betriebswasser. Der zweiarmige Teich wird von zwei Zuflüssen gespeist und von dichtem Mischwald umgeben. Mit einer Wasseroberfläche von 11 Hektar zählte der Frankenteich seinerzeit zu den größten Bergbauteichen des Unterharzes. Das Gewässer ist bis zu 600 Meter lang, maximal 200 Meter breit und besitzt ein Stauvolumen von rund 460.000 m³. Auf Grund dieser Größe gilt der Frankenteich heute als Talsperre.

In den Jahren 1970 bis 1973 erfolgte eine Rekonstruktion des damals fast zweieinhalb Jahrhunderte alten Dammes. An Stelle der harztypischen Abdichtung aus Rasenhaupt erhielt er eine Lehmkerndichtung. Der in seinen Ausmaßen unverändert gebliebe Teichdamm mißt etwa 16 Meter in der Höhe und ca. 150 Meter in der Länge.

Als Bergbauteich wurde der Frankenteich bis zum Jahre 1876 genutzt. In der jüngeren Vergangenheit diente er der Trinkwasserversorgung des Ortes Straßberg. Diesen Zweck erfüllte der Teich im Zeitraum von 1901 bis 1997. Heute stellt seine Aufgabe vor allem der Schutz vor Hochwasser dar. Mit entsprechender Genehmigung darf im Frankenteich geangelt werden, während das Baden in diesem Gewässer grundsätzlich verboten ist.

Den Frankenteich können Sie nur zu Fuß erreichen. Gute Ausgangspunkte für eine Wanderung zu diesem schönen Stauteich sind der Parkplatz am Forsthaus Auerberg sowie der Ort Straßberg.

 


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