Die Oder

Die Oder bei Pöhlde  
Die Oder bei Pöhlde  
Die Oder ist ein bedeutender Fluß im Harz und weist eine Gesamtlänge von etwa 56 Kilometer auf. Sie entspringt im Oberharz ca. einen Kilometer nördlich der Achtermannshöhe im "Odersprung", einem Sumpfgebiet in einer Höhe von rund 810 Meter über dem Meeresspiegel. Nach Durchquerung der kleinen Siedlung Oderbrück wird die Oder im Oderteich erstmals angestaut. Dieses künstliche Gewässer gilt als älteste Talsperre in Deutschland und war für lange Zeit auch die größte des Landes.
Es folgt ein langer Weg der Oder bergab durch das Odertal, vorbei am Oderhaus an der Bundesstraße 27 bis zur Odertalsperre nordöstlich von Bad Lauterberg. Der Stausee dieser Talsperre ist bis zu fünf Kilometer lang und kann für wassersportliche Zwecke genutzt werden. Hinter Bad Lauterberg verläßt die Oder den Harz und tritt in die Südharzer Karstlandschaft ein. Beim Vorbeifluß an den Orten Scharzfeld und Pöhlde verliert die Oder viel Wasser durch unterirdische Versickerungen. Dieses Wasser fließt durch die Hohlräume im Karstgestein in Richtung Süden und gelangt in der Rhumequelle wieder zum Vorschein, während die Oder mit dem ihr verbliebenen Wasser sich geradezu in Richtung Westen wendet.

Nach Hattorf, wo sich die Sieber in die Oder ergießt, und Wulften erreicht der Fluß Katlenburg, wo er in die Rhume mündet und sich dort mit dem einst im Karstgestein verlorenen Wasser wieder vereint. Von der Quelle im Odersprung bis zur Mündung in die Rhume hat das Wasser der Oder einen Höhenunterschied von etwa 680 Meter überwunden. Am Unterlauf der Oder sind diverse Aktivitäten des Wassersports möglich.

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