Teiche und kleine Seen im Harz

Ziegenberger Teich bei Buntenbock mit Staudamm und Ausflut  
Ziegenberger Teich mit Staudamm und Ausflut  
Wer den Harz aus der Luft oder auf Satellitenfotos betrachtet, stellt schnell fest, daß das Landschaftsbild von einer Vielzahl großer und kleiner Wasserflächen geprägt wird. Die überwiegende Mehrzahl dieser Seen und Teiche wurde in den vergangenen Jahrhunderten vom Menschen für verschiedene Zwecke künstlich angelegt. Während die großen Talsperren alle erst in der jüngeren Vergangenheit entstanden, stammen dagegen viele der kleineren Teiche bereits aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit.

Dabei ist festzustellen, daß die von Menschenhand erschaffenen Gewässer im Laufe der Zeit immer größer wurden. Ihre hauptsächliche Bestimmung war aber zu allen Zeiten stets die selbe: Sie dienten als Hochwasserschutz und Trinkwasserspeicher sowie in ganz besonderem Maße der Energiegewinnung. Der Bergbau mit seinem Energiehunger war auf die Wasserkraft als im vorindustriellen Zeitalter einzige in ausreichender Menge verfügbare Energiequelle angewiesen. Mit der Kraft des Wassers wurden die Transporteinrichtungen angetrieben sowie die Anlagen zur Belüftung und Entwässerung der Stollen und der Zerkleinerung des gewonnenen Erzes. Daher war die Speicherung von Energie im Form von gestautem Wasser möglichst weit oben im Gebirge der Hauptgrund der meisten Teichbauaktivitäten.

Es gab auch vereinzelt Teiche, welche aus anderen Gründen wie z.B. zur Fischzucht angelegt wurden. Manche entstanden auch als Nebenprodukt menschlicher Tätigkeiten - wie z.B. durch Steinbrüche. Nur relativ wenige Gewässer im Harz und seinem Umland sind jedoch natürlichen Ursprungs und damit echte "Seen".

Heute gewährleisten im wesentlichen die großen und modernen Talsperren im Harz den Schutz vor dem alljährlichen Frühjahrshochwasser und die notwendige Trinkwasserversorgung. Ebenso wird das angestaute Wasser nach wie vor zur Stromerzeugung genutzt.

Die meisten Bergbauteiche haben in unseren Tagen ihre einstige Bedeutung verloren. Sie stellen aber in ihrer Gesamtheit ein wertvolles Kulturdenkmal und oftmals auch eine Heimat für seltene Tier- und Pflanzenarten dar. An die Stelle der alten Aufgaben treten somit Naturschutzzwecke sowie die Funktion als Erholungs- und Rückzugsräume. Dies gilt ganz besonders auch für den Menschen. Die Harzer Teiche sind beliebte Ausflugs- und Wanderziele. Viele von ihnen laden außerdem im Sommer zum baden ein.

Hier finden Sie nähere Details zu den einzelnen, von Menschenhand geschaffenen Teichen sowie den kleinen natürlichen Seen im Harz:

Weitere Informationen:
Übersichtskarte "Oberharzer Teiche" | Panoramabilder von zahlreichen Harzer Teichen | Übersicht über die Harzer Bergbaumuseen | Das Oberharzer Wasserregal | Die Talsperren im Harz | Alte Bergbauteiche in und um Clausthal-Zellerfeld | Die Fischteiche im Klostergrund bei Blankenburg | Die Fischteiche rund um Walkenried | Die Erdfallseen bei Liebenrode | Bäche und Flüsse im Harz | Das Harzer Seeland | Baden im Harz | Wasserfälle im Harz | Der Große Juliusstau

»»  Die Beliebtheit der Harzer Teiche als Oasen der Erfrischung offenbarte im Juni 2012 eine Umfrage zum Baden im Harz.








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