Bräunrode

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Die St.-Nikolaus-Kirche in Bräunrode
Blick zur neoromanischen St.-Nikolaus-Kirche
Bräunrode ist eine Siedlung im östlichen Unterharz mit etwa 450 Einwohnern. Der Ort wird von ausgedehnten Wald- und Wiesenflächen umgeben. Östlich von Bräunrode geht das Harzgebirge allmählich in die Hügellandschaft des Mansfelder Landes über.

Im Jahre 1060 wurde die Siedlung erstmals schriftlich erwähnt. Ein Mann namens Bruno ließ seinerzeit an diesem Platz den Wald roden und das Dorf gründen. Im Laufe der Jahrhunderte wandelte sich der Name des Ortes von "Bruno-" zu "Bräunrode".

Direkt an die Siedlung grenzte im Mittelalter der Ort Hartwigerode. Dieses im 30jährigen Krieg zeitweilig wüst gewordene Dorf wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts nach Bräunrode eingemeindet, ebenso wie die rund zwei Kilometer nordöstlich gelegene kleine Siedlung Willerode. Ein weiterer, ebenfalls bereits in historischer Zeit Bräunrode angegliederter Ort ist das südwestlich in ca. zwei Kilometern Entfernung befindliche Friedrichrode.

Die Menschen in Bräunrode lebten einst vor allem von der Landwirtschaft. Einige verdienten sich ihren Lebensunterhalt auch im Kupferschieferbergbau des Mansfelder Landes.

Zwischen Bräunrode und Friedrichrode befanden sich einstmals zwei Burgen - die Große und die Kleine Kuppenburg. Über diese beiden strategisch nicht gerade optimal gelegenen Festungsanlagen ist nur sehr wenig überliefert worden. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts müssen noch Reste der Mauern der Großen Kuppenburg gestanden haben. Die Steine fanden seinerzeit als Baumaterial in der Siedlung Friedrichrode Verwendung. In unseren Tagen sind von den Burganlagen außer Unregelmäßigkeiten im Landschaftsbild kaum noch sichtbare Spuren vorhanden.

Ein bedeutendes Bauwerk in Bräunrode ist die neoromanische St.-Nikolaus-Kirche. Sie wurde im Jahre 1881 am Standort eines den Flammen zum Opfer gefallenen Vorgängerbaus errichtet. Die Grundsteinlegung war am 22. März und bereits am 17. November des selben Jahres konnte das Gebäude eingeweiht werden. Um die Jahrtausendwende erfolgte eine umfangreiche Sanierung dieses Gotteshauses.

Heute ist Bräunrode eine ruhige Siedlung, welche durch die nahe Bundesstraße 242 aber gut in die regionale Verkehrsinfrastruktur eingebunden wird. Von Bräunrode aus lassen sich das Eine- und das Wippertal gut erwandern. Des Weiteren befinden sich unweit des Ortes zahlreiche attraktive Sehenswürdigkeiten. Bräunrode eignet sich aber auch gut als Ausgangspunkt für Tagesausflüge in den gesamten Unterharz sowie in das Mansfelder Land.

 


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Weitere Information:
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