Das Mansfelder Land

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Mansfelder Land
Blick auf einige der "Pyramiden des Mansfelder Landes"
Das Mansfelder Land bedeckt die östlichen Ausläufer der Harzberge sowie das angrenzende östliche Harzvorland. Sie finden hier eine sanfte Berg- bzw. Hügellandschaft mit kleineren Höhenzügen vor. Darin liegt der große Binnensee "Süßer See", welcher das letzte der "Blauen Augen des Mansfelder Landes" ist. Markant und prägend sind außerdem die durch Menschenhand geschaffene Veränderungen in der Landschaft.

Diese haben ihre Ursache vor allem in der rund 800 Jahre währenden Bergbautätigkeit. Seit Beginn des 13. Jahrhunderts wurden im Mansfelder Land vor allem Kupferschiefer und silberhaltiges Erz abgebaut. Rund um die zahlreichen Bergwerke entstanden ab dem Mittelalter mehr als 1000 Kleinhalden, welche heute zu großen Teilen unter Schutz stehen.

Ab dem Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte die Aufschüttung von gewaltigen, bis zu 153 Meter hohen Spitzkegelhalden. Diese künstlichen Berge werden wegen ihrer Form und Größe auch die "Pyramiden des Mansfelder Landes" genannt.

Des Weiteren fand im Rahmen der Bergbautätigkeit ein massiver Eingriff in den unterirdischen Wasserhaushalt der gesamten Region statt. Der riesige Salzige See lief Ende des 19. Jahrhunderts durch den neu geschaffenen Schlüsselstollen, welcher als Wasserlösungsstollen große Teile des Mansfelder Reviers entwässerte, innerhalb weniger Jahre vollständig in die Saale ab.

Auf dem Gebiet des Mansfelder Landes wurde darüber hinaus mehrfach deutsche Geschichte geschrieben. Ein bedeutendes Ereignis war die Schlacht am Welfesholz im Jahre 1115. In deren Folge wurden die Partikularkräfte in Deutschland gestärkt und die Macht des Kaisers geschwächt.

Sehr umkämpft war im 30jährigen Krieg die Festung Mansfeld. Das Bauwerk galt seinerzeit als einer der am stärksten befestigten Orte in ganz Deutschland. Immer wieder bissen sich zum Leidwesen der Bewohner der Umgebung die Söldner der verschiedenen Kriegsparteien am Mauerwerk der Festung ohne Erfolg die Zähne aus.

Das Mansfelder Land ist obendrein die Heimat von Martin Luther. Der bekannte Reformator wurde in Eisleben geboren. Seine Kindheit und Jugendzeit verbrachte er in Mansfeld. Gestorben ist Luther in seiner Geburtsstadt Eisleben. Luthers Geburtshaus und sein Sterbehaus gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

In unseren Tagen können Sie im Mansfelder Land eine Vielzahl interessanter Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die wechselvolle Geschichte dieses Landstriches hinterließ der heutigen Generation zahlreiche Burgen und Schlösser. Rund um den Süßen See befindet sich ein beliebtes Erholungsgebiet. Unzählige Relikte erinnern an die harte Arbeit der Bergmänner. Eine besondere Attraktionen stellen hierbei die relativ selten angebotenen Haldenaufstiege dar. Ein unvergeßliches Erlebnis ist außerdem eine Fahrt mit der Mansfelder Bergwerksbahn, der ehemaligen Werkbahn des größten Bergbauunternehmens der Region. Darüber hinaus gibt es im Mansfelder Land eine Vielzahl weiterer technischer Denkmale und entsprechender Museen.

 


Städte und Dörfer im Mansfelder Land:
Ahlsdorf | Benndorf | Blankenheim | Bornstedt | Eisleben | Gerbstedt | Großörner | Helbra | Hergisdorf | Hettstedt | Mansfeld | Klostermansfeld | Siersleben | Thondorf | Volkstedt | Walbeck | Wiederstedt | Wimmelburg | Welfesholz

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Weitere Informationen:
Der Bergbau im Mansfelder Land | Gesamtfördermengen des Bergbaus im Mansfelder Land | Haldenaufstiege im Mansfelder Land | Der Schlüsselstollen | Die historischen Kleinhalden bei Hettstedt | Die Mansfelder Bergwerksbahn | Das Mansfeld-Museum | Der Hornburger Sattel | Der Salzige See | Der Süße See | Die Schlacht am Welfesholz | Der 30jährige Krieg

Foto-Impressionen:
Bilder aus dem Mansfelder Land | Panoramabilder aus dem Mansfelder Land

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