Der Ramberg

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Antennenmast auf der Viktorshöhe
Weithin sichtbar ist diese Antennenanlage auf der Viktorshöhe
Der Ramberg ist eines der drei großen Granitmassive des Harzes. Dieser fast vollständig bewaldete Höhenzug mit mehreren Gipfeln erstreckt sich zwischen Thale, Gernrode, Friedrichsbrunn und Harzgerode. Das Bergmassiv umfaßt eine Fläche von etwa 30 km² und ist damit bedeutend kleiner als die mehr als fünf mal größere Granitzone um den Brocken. Im Bereich des Rambergs sind mehrere größere Areale als Naturschutzgebiete ausgewiesen.

Die höchste Erhebung des Rambergs ist mit einer Höhe von 587 Metern über dem Meeresspiegel der von Wald bedeckte und wenig markante Wegenerskopf. Er befindet sich am östlichen Ortsrand von Friedrichsbrunn am Rande eines unwegsamen Moorgebietes. Wesentlich bekannter ist die rund zwei Kilometer weiter östlich gelegene und etwa fünf Meter niedrigere Viktorshöhe.

Auf dem abgerundeten Gipfel der Viktorshöhe wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts ein Jagdhaus erbaut. Bereits Ende des gleichen Jahrhunderts entstand in seiner Nähe ein erster hölzerner Aussichtsturm. Ein etwa 20 Meter hoher Ersatzbau wurde an gleicher Stelle im 19. Jahrhundert errichtet. Von oben konnten die Wanderer eine imposante Aussicht über weite Teile des Harzes hinweg genießen. Der Blick reichte weit in das nördliche Harzvorland hinein und in Richtung Süden bis zum Kyffhäusergebirge.

Während der Zeit der DDR stand auf der Viktorshöhe das Betriebsferienheim des VEB Draht- und Seilwerke Rothenburg. Die Ferienanlage und die benachbarte Gaststätte waren seinerzeit sehr beliebt. Im Zuge des wirtschaftlichen Umbruchs nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten wurden die Bauwerke aber seit Beginn der 1990er Jahr nicht mehr genutzt und ihrem Schicksal überlassen. Die leerstehenden Gebäude bieten heute ein Bild des weit fortgeschrittenen Verfalls.

Dennoch kann man die Viktorshöhe auch ohne gastronomische Einrichtung auch in unseren Tagen als interessantes Wanderziel bezeichnen. Besonders beeindruckend sind die beiden Felsformationen der Kleinen und der Großen Teufelsmühle. Diese mehrere Meter hohen bizarren Felsburgen weisen die für Granit typische Wollsackverwitterung auf. Ein weithin sichtbares Bauwerk auf der Viktorshöhe stellt die markante Antennenanlage dar. Man kann sie auch aus sehr großer Entfernung sehen, z.B. von diversen Aussichtspunkten im Harz sowie weiten Teilen des nördlichen Harzvorlandes.

Im Ramberggebiet gibt es einige weitere interessante Sehenswürdigkeiten. Zu diesen gehört das Bärendenkmal mit seiner gußeisenernen Tafel zur Erinnerung an den letzten im Harz erlegten Bären. Dies geschah im 17. Jahrhundert am Standort des Denkmals zwischen Viktorshöhe und Bremer Teich.

Der Bremer Teich ist ein ursprünglich zur Fischzucht angelegter Stauteich. An seinem Ufer befindet sich auch ein kleiner Campingplatz, welcher über eine Straßenanbindung verfügt. Im Sommer kann im Bremer Teich gebadet werden.

Weitere bedeutende Attraktionen im Gebiet des Rambergs sind die Ruinen der ehemaligen Raubritterburgen Erichsburg und Heinrichsburg. Mit dem Bahnhof "Sternhaus-Ramberg" besitzt der Ramberg darüber hinaus einen eigenen Anschluß an das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen.

Das waldreiche Areal des Rambergs stellt mit seinen meist recht sanften Anstiegen ein beliebtes, attraktives und abwechslungsreiches Wandergebiet dar. In der kalten Jahreszeit können Skilangläufer in diesem relativ schneesicheren Gebiet auf zahlreichen gespurten Loipen ihrem Sport nachgehen und nebenbei die schöne Gegend erkunden.

 


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Weitere Informationen:
Die Wollsackverwitterung | Die Burgruine Heinrichsburg | Die Burgruine Erichsburg | Das Bärendenkmal | Die Teufelsmühle | Die Sage von der Teufelsmühle | Der Bergrat-Müller-Teich | Der Bremer Teich | Der Erichsburger Teich | Berge im Harz | Der Streckenverlauf und die Bahnhöfe der Selketalbahn | Bilder von der Viktorshöhe

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